Welches ist das richtige Bett für mich?


Auch wenn es eigentlich jeder weiß, ist es kaum jemandem bewusst: Fast ein Drittel seines Lebens verbringt jeder Mensch schlummernd und schlafend in seinem Bett. Ob auf dem Rücken liegend, auf der Seite oder auf dem Bauch, die Matratze muss im Laufe ihres Daseins viel erdulden. Wichtig ist, dass sie alle Strapazen klaglos mitmacht, ohne Haltung zu verlieren. Nur so kann ein gesunder Schlaf garantiert werden, der nicht nur maximalen Komfort verspricht, sondern auch den Rücken schont. Jedoch müssen bei der Auswahl des richtigen Bettes noch ein paar andere Dinge berücksichtigt werden, damit der neue Besitzer wohltuende Nächte genießen kann.

Schlafzimmer in Stadthaus

Auch die Maße müssen stimmen

Selbst wenn es im ersten Moment selbstverständlich erscheinen mag, ein wunderschönes Bett ist nur so lange schön, wie es in das Zimmer passt. Daher lassen Sie sich beim Kauf nicht vom Eindruck verführen, den das Bett im Möbelladen macht, sondern achten Sie auf die Maße. Aber nicht nur die Dimensionen des Zimmers wollen berücksichtigt werden, denn das nächtliche Drehen und Wenden des Körpers fordert seinen Tribut, weswegen das Bett ungefähr 20 Zentimeter länger sein darf als der Besitzer und pro Person eine Liegefläche von mindestens 90 Zentimeter haben sollte. Wer in der Regel nicht gerne alleine schläft, tut der Schlafhygiene gut, wenn er zwei separate Matratzen kauft, damit die Bewegungen des Mitschläfers nicht unnötig auf das eigene Gemüt schlagen. Ein weiterer Vorteil getrennter Matratzen ist, dass jeder Schläfer seine individuellen anatomischen Gegebenheiten berücksichtigen kann. Eine Frau, die knapp 60 Kilo wiegt, benötigt nun einmal eine andere Matratze als ein Mann, der stolze 100 Kilo auf die Waage bringt. Aber trösten Sie sich, getrennte Matratzen bedeutet nicht, dass man darauf verzichten muss, seinen Partner dann und wann auf seiner Matratze besuchen zu dürfen, um ein wenig Zeit miteinander zu verbringen.

Auch die Matratze möchte es gemütlich haben

Jede Nacht wechselt der Mensch durchschnittlich 40- bis 60-mal die Schlafposition. Je nach Lage verteilt sich das Körpergewicht größtenteils auf die Schultern, den oberen Rückenbereich, das Gesäß oder den Bauch. Daher ist es wichtig, dass auch der Lattenrost äußerst flexibel ist, damit sich die Liegefläche optimal an die Anatomie anpassen kann. Ein einfacher Lattenrost aus massiven Holzlatten ist auf Dauer keine Unterlage, die dem Rücken gut tut. Besser sind flexible Latten, die in der Härte verstellbar sind und sich ausreichend Biegen können unter der Last des Körpers. Wer die optimale Lösung sucht, sollte sich einen Tellerrahmen angucken, der eine punktgenaue Anpassung ermöglicht und so perfekte Vorraussetzungen schafft für einen wohltuenden, tiefen Schlaf.

Welche Matratze darf es denn sein?

Grundsätzlich kann zwischen vier verschiedenen Arten von Matratzen unterschieden werden: Neben Federkern- und der Taschenfederkernmatratze werden besonders häufig Kaltschaum- und Viscoschaummatratzen im Handel angeboten. Jede Matratzenform hat ihre Vor- und Nachteile, die es individuell abzuwägen gilt. Wichtig ist jedoch, dass jede Matratze auf das Gewicht des Schlafenden abgestimmt ist, um funktionieren zu können. Eine Federkernmatratze bietet dauerhaft eine hohe Stützkraft, was eine korrekte Körperlagerung sicherstellt. Da sie zudem relativ kostengünstig ist und durch ihren Innenaufbau eine perfekte Durchlüftung garantiert, ist sie in vielen Schlafzimmern weit verbreitet. Etwas hochwertiger als die normale Federkernmatratze ist die Taschenfederkernmatratze, welche sich der Anatomie des Körpers durch abgestimmte Liegezonen besser anpassen kann. Kaltschaummatratzen haben den Vorteil, eine exzellente Punktelastizität zu gewährleisten, weshalb sie den Körper maximal entlasten. Da sie sich zudem gut an die individuelle Körperkontur anpassen und eine gute Durchlüftung bieten, werden sie von vielen Schlafenden sehr geschätzt. Der Star unter den Schlafunterlagen ist die Viscoschaummatratze. Ein hochsensibler Formschaumstoff passt sich perfekt den Konturen des Körpers an, ohne ihm eine Stützkraft zu versagen. Die antiallergische Oberfläche ist für viele Menschen ein Segen, und die durchdachten Luftkanäle innerhalb der Matratze sorgen für eine perfekte Durchlüftung.

 

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